Erholung & Erleben

Spazieren im Grunewald

Zu einstigen Mauerzeiten wurde der Grunewald, das größte Waldgebiet im Westen der Stadt, von Spaziergängern und Radfahrern förmlich überlaufen. Heute vergißt man manchmal, daß man sich inmitten einer Millionenstadt befindet. Zu beiden Seiten wird der Grunewald von Wasser gerahmt: im Westen von der Havel, im Osten von der Seenkette. Durchschnitten wird der Wald von der "Avus", der als Rennstrecke gebauten Autobahn, und der parallel liegenden Eisenbahntrasse. Nur am S-Bahnhof Grunewald, am Hüttenweg, am Fischerhüttenweg und am Schlachtensee kann man die Autobahn unterqueren.

An der Havel kann man auf ganzer Länge entlangradeln, immer wieder stößt man auf Wirtshäuser und Badestellen mit WC-Containern und Rettungsstationen.

Markanteste Punkte sind die Halbinsel Schildhorn mit einem Denkmal des Slawenherzogs Jaczo, der hier Schild und Horn an einen Baum gehängt haben und zum Christentum konvertiert sein soll, und der Grunewaldturm auf dem Karlsberg. Mit einer Fähre kann man auf die kleine Insel Lindwerder übersetzen.

Im Süden führt eine Straße auf die Insel Schwanenwerder, deren Ufer aber nicht zugänglich sind. Schon am Übergang zum Großen Wannsee lockt das Strandbad Wannsee, das größte Binnensee-Strandbad Europas, und von hier ist es nicht mehr weit zu den S-Bahnhöfen Wannsee und Nikolassee.

Nicht minder schön sind die Seen, die den Grunewald zur Stadt hin begrenzen. Vom S-Bahnhof Grunewald aus kann man an der gesamten Kette entlang bis zum S-Bahnhof Nikolassee radeln, aber natürlich führen auch von anderen U- und S- Bahnhöfen recht kurze Wege zu den Seen, an deren Ufern bei warmem Wetter Tausende von Ausflüglern ihre Decken ausbreiten.

Werder Havel - Blütenstadt und Obstkammer: Werder ist bekannt für sein Obst und das damit verbundene Baumblütenfest.

Werder liegt unmittelbar südwestlich vor Potsdam und Berlin im Havelland. Die Altstadt befindet sich auf einer Insel in der hier recht breiten Havel. Außerdem wird Werder von den Havelseen Schwielowsee, Glindower See, Großer Plessower See und Großer Zernsee flankiert.

Wassersport satt

Durch seine Lage an Havel und den Havelseen ist Werder ein hervorragender Ort für jegliche Formen des Wassersports: Segeln, Motorboot fahren, Wasserski, Paragliding und Windsurfen. Des Weiteren gibt es regelmäßige Regatten und Wassersportevents. Öffentliche Badestellen befinden sich im Strandbad Werder am Plessowersee und im Strandbad Glindow am Glindower See.

Die Heilig-Geist-Kirche und die Bockwindmühle prägen die Silhouette

Die Inselstadt ist geprägt von ein- und zweigeschossigen Bürgerhäusern aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert und urigen Fischerhäuschen. Überragt wird sie von der evangelischen Heilig-Geist-Kirche mit ihrem 45 Meter hohen Turm. Der neugotische Bau entstand bis 1858 nach Entwürfen Stülers sowie unter Verwendung von Mauerresten des mittelalterlichen Vorläufers auf dem höchsten Punkt der Insel.

Weiterhin prägend ist die Bockwindmühle auf dem Mühlenberg. Sie kam als Ersatz für die verschwundenen drei Namensgeberinnen des Hügels. Dieses Exemplar stammt aus Klossa, heute Stadtteil von Jessen an der Schwarzen Elster, und wurde aufgrund des hartnäckigen Engagements der Werderaner Bürger 1987 hier aufgebaut.

Obstbau-Museum

Neben dem Alten Rathaus befindet sich hinter einem liebevoll gestalteten schmiedeeisernen Zaun die Touristen-Information. Zudem ist hier das Obstbau-Museum, das einzige seiner Art, im ehemaligen Stadtgefängnis untergebracht. Ein passender Ort, wird doch das hiesige Obst oft in die Gefangenschaft einer engen Flasche gesteckt, nachdem es zu Alkohol geworden ist.

Das Baumblütenfest

Dieses flüssige Obst spielt eine große Rolle beim jährlichen Baumblütenfest Ende April. Es hat sich seit 1879 mit heute einer halben Million Besuchern zu einem der größten Volksfeste Deutschlands entwickelt. Am Hohen Weg spielt eben nicht nur die Blütenpracht der Obstgärten um Werder eine Rolle.
Vorab wird jedes Jahr eine Baumblütenkönigin gekürt, die neben gutem Aussehen auch noch Wissen über Werder und den Obstanbau mitbringen muss. Das Baumblütenfest beginnt mit einem traditionellen Umzug und endet mit einem großen Feuerwerk. Die besten Obstweinproduzenten bekommen die "Goldene Kruke" verliehen.

Weinanbaugebiet Werder

Statistisch "im langjährigen Mittel" beginnt der obstfreundliche Frühling in Werder fünf Tage früher als im Umland. Das milde Klima führte auch dazu, dass seit 1985 auf dem Wachtelberg die "laut Eigenwerbung" nördlichste für den Qualitätsweinanbau zugelassene Reblage der Welt liegt. Der zumeist trockene und leichte Wein des Sandhügels kann verkostet, gekauft und beim Wachsen besichtigt werden.

 


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